Wissenswertes
Das universelle Weißweinglas ist relativ bauchig geformt, wodurch sich vor allem die sauren und salzigen Nuancen stark in den Vordergrund drängen. Dies liegt daran, dass man aus diesem Glas nicht wirklich nippen, sondern vor allem trinken kann, wodurch der Wein gleich in die Mitte der Zunge gerät.
Das Chardonnay-Glas ähnelt der universellen Form sehr stark. Wird ein junger Wein daraus getrunken, so wirkt er besonders frisch und fruchtig. Bei reifen Weinen werden stattdessen die herben und würzigen Nuancen hervorgehoben.
Das Jungwein-Glas ist sehr schmal und nach oben leicht geöffnet, weshalb beim Trinken vor allem die süßen Geschmäcker hervorgehoben werden. Saure Bestandteile werden gut ausgeblendet. Zudem bewahrt das Jungwein-Glas den Duft des Weines vergleichsweise lang. Das Montrachet-Glas dagegen ist sehr bauchig geformt und ist speziell für Burgunder Weine aus Montrachet gedacht. Durch die breite Form können sich die Aromen voll entfalten.
Das universelle Rotweinglas ist relativ schmal und kann daher auch für Weißweine verwendet werden. Diese Glasform sorgt dafür, dass sich süße Geschmacksnuancen erst relativ spät entfalten und zunächst die herben Geschmäcker getestet werden können.
Das Bordeaux-Glas gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Die erste ist sehr bauchig geformt und lässt beim Trinken beinahe das halbe Gesicht hinter dem Glas verschwinden. Vollmundige, große Weine werden in kleinen Mengen eingeschenkt, um dem Wein Gelegenheit zu geben, sein Aroma voll zu entfalten. Die zweite Variante des Bordeaux-Glases hat einen nicht so hohen Kelch und ist auch nicht so breit wie die erste. Dieses Glas wird vor allem für reife Weine eingesetzt. Bei ihnen ist es oft nicht erwünscht, dass sich die Aromen voll entfalten, da sie nicht immer besonders angenehm riechen.
Das Burgunder-Glas verfügt ebenfalls über einen sehr breiten Kelch und ist am oberen Rand leicht nach außen geöffnet, wie eine sich öffnende Blume. Diese Glasform sorgt dafür, dass der Wein im Mund zuerst auf die Zone trifft, mit der Sie süße Geschmacksnuancen erkennen. So schmeckt der Rotwein fruchtiger und süßer und die Säure wird hervorgehoben.
Bevor Sie Ihren Wein genießen, sollten Sie sich überlegen, welche Weinglasform die richtige für Ihren edlen Tropfen ist. Denken Sie nicht, dies würde keine Rolle spielen – ganz im Gegenteil. Die Größe und Form eines Weinglases entscheidet darüber, wie der Wein sein Aroma und seine Geruchsnuancen entwickeln kann und ist somit wichtig für einen angenehmen Genuss. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich das Aroma umso besser entfalten kann, je größer das Glas ist.
Sie sollten auf jeden Fall auf farblose Gläser zurückgreifen, weil Sie nur so die Möglichkeit haben, den Wein auch im Aussehen zu beurteilen. Zudem sollte das Glas möglichst einen langen Stiel haben, damit Sie das Glas nicht am Kelch anfassen müssen, wo Sie den Wein dadurch zusätzlich erwärmen würden.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Weißwein aus kleineren Gläsern als Rotwein getrunken wird. Dies hat auch praktische Gründe. Weißwein wird bei wesentlich niedrigeren Temperaturen als Rotwein genossen. Ein kleineres Glas bedingt automatisch, dass es schneller geleert und entsprechend auch in kürzeren Abständen nachgeschenkt wird. Ein Rotwein darf ruhig länger im Glas stehen, da er wärmer getrunken wird.
Weingläser sind eine kleine Wissenschaft für sich. Wird ein Wein nämlich aus dem falschen Glas getrunken, können sich unter Umständen die Duftnoten nicht voll entwickeln und er bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Für Rot- und Weißweine werden natürlich unterschiedliche Glasformen eingesetzt.
Eine typische Kombination, die gerne zu Wein gereicht wird, ist Käse mit Weintrauben. Der Käse bestimmt nun, welche Weinsorte am besten dazu passt. Ein milder Käse, beispielsweise Edamer oder junger Gouda, wird durch einen feinen, milden Wein am besten unterstrichen. Wenn es sich jedoch eher um einen Bergkäse mit einem intensiven Geschmack und Geruch handelt, sollten Sie eher einen reifen und kräftigen Rotwein einsetzen, am besten eine trockene Sorte. Dazu passt auch frisches Weißbrot oder Baguette.
Wenn Sie ein Gericht mit einer leckeren Sauce auftischen, sollten Sie die Auswahl Ihres Weines auch daran ausrichten. Eine Grundregel der Weinauswahl besagt ja, dass der gleiche Wein bei Tisch serviert werden sollte, der auch für die Herstellung der Sauce genutzt wurde. Wenn Sie sich daran halten, können Sie schon einmal nicht viel falsch machen. Allerdings sollten Sie auch darauf achten, dass besondere Geschmacksnuancen, die vielleicht durch andere Zutaten in die Sauce gelangt sind, aufgegriffen werden.
Die leichte Küche ist inzwischen längst nicht mehr nur im mediterranen Raum salonfähig. Auch hierzulande wird gerade im Sommer gerne mit leichten Gerichten gekocht. Hier kommt der Weinauswahl eine besondere Bedeutung zu. Ein zu starker Weißwein oder ein Rotwein mit einem hohen Gerbstoffanteil würde dem Gericht seine Leichtigkeit nehmen. Zu einem leichten Gericht gehört daher unbedingt auch ein leichter Wein. Dies bezieht sich vor allem auf den Alkoholgehalt, der zwölf Prozent nicht übersteigen sollte.
Grundsätzlich sollte Wein natürlich immer der Genuss im Vordergrund stehen und nicht die Regeln. Richtig ist, was Ihnen schmeckt. Aber immerhin können Ihnen einige Grundregeln helfen, das richtige Tröpfchen zu jedem Essen zu finden.
Die wichtigste Regel, die wohl die meisten Weinliebhaber kennen dürften, lautet, dass zu dunklem Fleisch roter Wein passt und zu hellem Fleisch Weißwein. Sie ist auch grundsätzlich nach wie vor nicht falsch, muss jedoch um einige andere Regeln erweitert werden.
Zum Essen sollten Sie grundsätzlich einen trockenen Wein einplanen, denn sie stören den Eigengeschmack des Gerichtes nicht. Trockene Weine haben im Großen und Ganzen einen relativ neutralen Geschmack und regen den Appetit an. Je nach Sorte können aber durchaus auch halbtrockene Weine dazu passen. Was zu deftigen Speisen grundsätzlich überhaupt nicht passt, sind liebliche Weine, da sie einen zu starken Eigengeschmack haben und somit den Geschmack der Gerichte verändern würden. Eine Ausnahme gilt in Bezug auf süße Weine jedoch, wenn es um Süßspeisen jeder Art geht. Besonders zu süßen Nachspeisen werden gerne liebliche Weine serviert, da sie die Süße noch zusätzlich unterstreichen. Übrigens sollten Sie auch auf sehr fruchtige Weine zum Essen verzichten, denn sie übertönen gewöhnlich den Geschmack des Essens.
Ist es für Sie auch eine große Herausforderung, zum Essen den richtigen Wein auszuwählen? Kein Wunder, denn die Vielzahl an Speisen und Weinsorten und die sich dadurch ergebende Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten ist schier unüberschaubar.
Wein und SpeisenWissen Sie, welcher Wein zu Curry oder zu Eintopf passt? Sollte man zu Hamburgern überhaupt Wein trinken? Und passt zu Lachs am besten ein Weißwein oder doch eher ein Rotwein? Den richtigen Wein zum Essen auszuwählen, scheint schon eine ziemliche Wissenschaft zu sein.
Vermeiden Sie es außerdem, den Wein an einem Ort zu lagern, an dem starke Gerüche vorherrschen, beispielsweise in der Küche. Denn alle Gerüche, die sich dauerhaft in der Umgebung des Weines befinden, können sich auch auf den Wein übertragen und ihn somit ungenießbar machen.
Eine wichtige Rolle für die Lagerung von Weinen spielt auch die Luftfeuchtigkeit. Für eine kurzzeitige Lagerung reicht es völlig, wenn eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 35 Prozent vorherrscht. Sollten Sie den Wein jedoch für mehrere Jahre aufbewahren wollen, sollten sie eher eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent anstreben; noch besser wären jedoch bis zu 80 Prozent. Dabei geht es weniger um den Wein selbst, sondern vielmehr um die Haltbarkeit des Korkens, der jedoch wiederum maßgeblich die Haltbarkeit des Weines mit bestimmt. Überwachen Sie die Luftfeuchtigkeit besser genau, denn steigt sie zu hoch, etwa über 90 Prozent, müssen Sie damit rechnen, dass sich auf dem Weinetikett Stockflecken bilden könnten.
Je mehr Licht an den Wein gerät, desto schneller reduziert sich seine Haltbarkeit. Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, warum Wein in der Regel in Buntglas abgefüllt wird, kennen Sie jetzt die Antwort. Doch leider kann das bunte Glas auch nicht alle UV-Strahlen abhalten. So kommt es, dass eine Oxidation stattfindet, durch die die Gerbstoffe, die im Wein enthalten sind, aktiviert werden. Dadurch werden logischerweise auch der Geschmack und der Duft des Weines verändert. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie den Wein möglichst dunkel lagern, optimalerweise in einem Keller oder ähnlichen Räumen.
Zunächst sollten Sie wissen, dass die Außentemperatur, die die Umgebung des Weinlagers hat, für den Wein eine große Rolle spielt. Wenn Sie den Wein nur für einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum aufbewahren wollen (circa ein Jahr), sind Temperaturen von bis zu 20°C völlig in Ordnung. Wollen sie jedoch länger etwas von ihrem feinen Tropfen haben, sollten Sie die Umgebungstemperatur auf mindestens 12°C herunter kühlen, besser wären 8°C. Sorgen Sie zudem dafür, dass die Temperaturen nicht so stark schwanken, denn dies begünstigt die Alterung des Weines zusätzlich. Es macht nichts, wenn die Temperatur einmal um ein paar Grad hin oder her schwankt, aber es sollten nicht regelmäßig mehr als 5°C sein.
Wenn Sie keinen Raum zur Verfügung haben, der solch niedrige Temperaturen aufweist, können sie sich eventuell auch einen Weinklimaschrank anschaffen. In diesem können sie die Weinflaschen lagern und gleichzeitig die optimale Temperatur einstellen. Der Weinschrank sorgt dann dafür, dass keine warme Luft in den Schrank gelangen kann und somit stets die eingegebene Temperatur gehalten wird. Auch Temperaturschwankungen kann so wirkungsvoll vorgebeugt werden.
Damit Sie an Ihren Weinen viel Freude haben, sollten Sie sie stets richtig lagern. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf die richtige Temperatur in der Umgebung. Aber auch die Feuchtigkeit, die Lichtverhältnisse und Gerüche spielen eine wichtige Rolle.
Wein richtig lagernWenn Sie einen leckeren Wein gefunden haben, der Ihnen schmeckt, möchten Sie natürlich, dass dieser möglichst lange hält. Dafür ist es aber auch erforderlich, dass Sie sich mit der richtigen Lagerung auseinandersetzen. Denn je länger ein Wein in falschen Umgebungseinflüssen gelagert wird, desto schneller verliert er seine Aromen und seinen guten Geschmack. Die Haltbarkeit eines Weines können Sie also durch die richtige Lagerung jederzeit beeinflussen.
Von den Pflichtangaben abgesehen schreibt den Erzeugern natürlich niemand vor, wie sie ihre Weinetiketten zu gestalten haben. Sie können auf zahlreiche Gestaltungselemente zurückgreifen und verschiedene Schriftarten, Formelemente, Grafiken, Zeichnungen, Größen und Prägungen einsetzen.
Im Internet haben sich inzwischen zahlreiche Unternehmen darauf spezialisiert, Weine mit individualisierten Weinetiketten herzustellen. Auf diese Etiketten können die Kunden alle möglichen Informationen nach ihren Wünschen drucken lassen. Solche Weinflaschen werden gerne als personalisiertes Geschenk zu Geburtstagen oder Feiertagen verschenkt.
Dem Etikett können sie in der Regel entnehmen, woher einen Wein genau stammt. Das Anbauland ist stets angegeben, beispielsweise Deutschland, Österreich oder Frankreich. Häufig ist die Angabe auch noch näher präzisiert. Bei deutschen Weinen wird häufig das Anbaugebiet angegeben. Man spricht dann beispielsweise von einem Frankenwein oder einem Pfälzer. Auch in anderen Ländern sind solche Angaben üblich, beispielsweise in Frankreich und Italien. Hier bezeichnen sie aber häufig sogar gleich auch bestimmte Rebsorten oder Weintypen.
Interessant ist auch häufig, wer der genaue Erzeuger ist. Deshalb ist diese Angabe häufig ebenfalls auf dem Etikett zu finden. Nicht jeder Erzeuger hat die notwendige Ausstattung, um seinen Wein auch selbst abzufüllen. Ist dies der Fall, wird auch der Abfüller extra genannt, meist jedoch ein wenig kleiner neben dem Erzeuger.
Auf einigen Weinen wird sogar die Lage angegeben. Dies ist jedoch in erster Linie bei deutschen und teilweise bei französischen Weinen üblich. Eine Lage bezeichnet einen relativ kleinen Bereich, der jedoch je nach Region eine große Auswirkung auf den Geschmack des Weines haben kann.
Sie können dem Etikett in der Regel auch entnehmen, wie süß der Wein ist, wenn es sich um einen deutschen oder österreichischen Wein handelt. Ein Wein kann trocken, halbtrocken, feinherb oder süß verkauft werden. Wenn Sie auf einem deutschen Wein keine Angabe finden, wenn sie davon ausgehen, dass es sich um eine süße Sorte handelt.
Auch das Prädikat geht vor allem bei Qualitätsweinen aus dem Etikett hervor. Beachten Sie jedoch, dass die Prädikate in den verschiedenen Weinanbauländern nicht immer dasselbe bedeuten müssen. Wenn ein Wein als „Reserve“ oder „Reserva“ bezeichnet wird, können sie zwar davon ausgehen, dass er von hoher Qualität ist und relativ lange gelagert wurde, doch die genauen Vorschriften für das Erreichen dieses Prädikat sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich.
Aus dem Etikett eines Weines können Sie zahlreiche Informationen herauslesen. Nicht nur das Herkunftsland, das Anbaugebiet und der Erzeuger werden oft genannt, sondern auch die Rebsorte, der Süßegrad und das Prädikat werden oft angegeben.
Wein Etiketten lesenDas Weinetikett stellt für uns in erster Linie eine Quelle der Informationen über den betrachteten Wein dar. Es enthält zahlreiche Aussagen, die uns helfen, den Wein einzuschätzen und einzuordnen.
Sie werden gerade im Supermarkt häufig Weinflaschen finden, die mit besonders hübschen und aufwändig gestalteten Etiketten aufwarten. Halten Sie dies bitte nicht für ein Qualitätsmerkmal. Vielmehr ist die Ursache im Marketing zu sehen und soll Sie einfach nur zum Einkauf bewegen. Gute Weine müssen sich nicht hinter einem hübschen Etikett verstecken – sie sprechen für gewöhnlich für sich.
Ein guter Wein muss nicht zwingend ein paar Hundert Euro die Flasche kosten. Im Supermarkt finden Sie durchaus das eine oder andere edle Tröpfchen zum günstigen Preis. Schlagen sie sich allerdings aus dem Kopf, dass Sie die hervorragenden Weine schon ab zwei oder drei Euro die Flasche kaufen können. Es mag zwar Ausnahmen geben, in der Regel handelt es sich dabei aber um außerordentlich billig produzierte Weine – und so schmecken sie dann meistens auch. Sie werden aber durchaus – vielleicht erst nach einigen Versuchen – auch schmackhafte Weine finden, die für fünf bis sieben Euro pro Flasche zu haben sind.
Sie können dem Etikett gewöhnlich entnehmen, wie hoch der Alkoholgehalt ist. Achten Sie darauf, dass er bei einem Weißwein nicht mehr als 12,5 Prozent und bei einem Rotwein nicht mehr als 13,5 Prozent beträgt. Es ist zwar durchaus möglich, dass ein Wein mehr Alkohol vertragen kann, in den meisten Fällen jedoch schmecken sie dann zu sehr nach Alkohol. Auch aus der Angabe des Jahrgangs können sie einiges lesen. Wenn gar kein Jahrgang auf dem Etikett angegeben ist, sollten Sie die Flasche besser zurück ins Regal stellen. Beachten Sie, dass die Regel „je älter, desto besser“ bei Weinen aus dem Supermarkt unter einem gewissen Preis nicht mehr wirklich greifen kann. Bei Weißweinen sollten sie nicht weiter als zwei Jahre zurückgehen, ein Rotwein darf durchaus auch drei Jahre alt sein.
Wenn Sie sich mit Rebsorten und der Herkunft von Weinen auskennen, kann Ihnen diese Information auf dem Etikett durchaus bei der Auswahl behilflich sein. In sehr vielen Fällen fehlen diese Angaben jedoch oder wurden durch unbekannte Regionsnamen ersetzt. Dann hält sich die Aussagekraft natürlich in Grenzen. Grundsätzlich sollten sie jedoch Weine vorziehen, bei denen das Weingut beziehungsweise die Weinkellerei angegeben sind, in denen der Wein geklettert wurde. In vielen Fällen ist sogar der Winzer angegeben; auch dies ist als positives Merkmal zu werten.
Wenn sie sich bei den deutschen Weinen umsehen, finden sie über das Etikett meist auch heraus, wie süß ein Wein ist. Sie finden auf dem Etikett in der Regel eine der Angaben lieblich, feinherb, halbtrocken und trocken. Wenn Sie keine Angabe vorfinden, können Sie davon ausgehen, dass der Wein höchstwahrscheinlich lieblich ist. Auf ausländischen Weinen finden Sie diese Angabe allerdings in der Regel nicht.
Wein zu kaufen ist gar nicht so einfach, wenn Sie nicht wissen, worauf Sie im Detail achten sollen. Dabei ist es gar nicht so schwierig, wenn Sie wissen, was Ihnen die Angaben auf dem Weinetikett verraten.
Einen guten Wein zu finden, ist für die meisten Laien gar nicht so einfach. Oft stehen sie im Supermarkt vor dem Regal und versuchen, einen Überblick über die schier unendliche Auswahl an Weinsorten bekommen. Welcher Wein ist von guter oder schlechter Qualität und welcher ist seinen Preis tatsächlich wert? All diese Fragen kann grundsätzlich niemand beantworten, bevor er den Wein nicht probiert hat. Dennoch können sie sich beim Einkauf einiger Tricks bedienen, sodass wenigstens die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Sie einen guten Tropfen erwischen.
Sie können einen Wein verschiedenen Prüfungen unterziehen. Die erste Prüfung erfolgt mit dem Auge. Halten Sie das Glas ein wenig schief vor einen weißen Hintergrund, beispielsweise eine weiße Wand. Neigen Sie das Glas leicht, sodass Sie die Farbe und die Klarheit im Glas sehen können. Das Licht ist optimal, wenn es hell ist aber nicht blendet. Einen Qualitätswein erkennen Sie vor allem daran, dass seine Farben geradezu leuchten. Ist ein Wein trüb, spricht dies für gewöhnlich nicht für seine Qualität.
Nun können sie den Wein auf seinen Geruch überprüfen. Schwenken sie dazu das Glas leicht hin und her, sodass sich das volle Aroma entfalten kann. Sie werden jetzt, wenn sie daran riechen, sämtliche Düfte in sich aufnehmen können. Durch das Schwenken haben sich nun auch Schlieren an den Glaswänden gebildet. Einen alkoholreichen Wein erkennen Sie daran, dass die Schlieren schwer und breit sind.
Jetzt dürfen Sie einen ersten Schluck nehmen. Überprüfen Sie, ob Sie die gerochenen Düfte nun auch schmecken. Gerade Anfänger in der Weinverkostung sollten anfänglich sehr gegensätzliche Weine probieren, damit die Unterschiede deutlicher werden.
Schließlich folgt noch das so genannte „Kauen“. Dabei wird der Wein im gesamten Mundraum verteilt, sodass die Zunge sämtliche Geschmacksnuancen aufnehmen kann.
Damit die Weinverkostung richtig funktionieren kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst benötigen Sie Gläser. Sie werden mit dem Wein etwa zu einem Fünftel bis zu einem Viertel gefüllt. Dies sollte ungefähr 5 cl entsprechen. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Glas nicht zu klein ist, da sich der Duft sonst nicht frei entfalten kann und verfälscht würde. Bevor Sie jedoch mit der Probe beginnen, schnuppern Sie am Glas und überprüfen Sie, ob es wirklich geruchsfrei ist. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie es zunächst „vinieren“. Hierfür geben sie ein bisschen des Weins hinein, der anschließend probiert werden soll, und schwenken das Glas kurz damit aus.
Natürlich möchten die meisten Gäste bei einer Weinverkostung auch etwas essen. Allerdings sollten sie hier nichts auffahren, das einen starken Eigengeschmack hat. beschränken Sie sich am besten auf etwas stilles Mineralwasser und frisches Weißbrot. Gerade Käse und Weintrauben, die man häufig sieht, haben nichts bei einer Weinprobe verloren, denn sie verfälschen den Geschmack und den Duft des Weines aufgrund ihres Eigengeschmacks stark.
Sie sollten außerdem einen Sektkühler bereitstellen. Bei einer Weinverkostung möchten die Teilnehmer nicht stets alles austrinken. Die Reste können dann in den Sektkühler gespuckt beziehungsweise das Glas hinein geschüttet werden. Wenn Sie keinen Sektkühler zur Hand haben, können sie auch jedes andere Gesäß dafür verwenden; es sollte allerdings nicht durchsichtig sein.
Sorgen Sie dafür, dass ihre Gäste nicht sehen können, welche Weine sie gerade probieren. Ansonsten könnten sie sich durch ihr Wissen über den entsprechenden Wein beeinflussen lassen. Wenn Sie nichts zur Hand haben, mit dem Sie die Etiketten abdecken können, sollten sie den Wein in eine neutrale Flasche oder einen Dekanter umfüllen.
Einen Wein zu degustieren bedeutet, ihn zu probieren. Hierfür können vier verschiedene Proben durchgeführt werden. Es geht dabei um das Sehen, das Riechen, das Schmecken und das Kauen. So lernen Sie Weine in ihrer gesamten Bandbreite kennen.
Wein degustieren
Wein degustierenWenn sie etwas vom Wein degustieren hören, möchten Sie sicherlich wissen, was sich dahinter verbirgt. Einen Wein zu degustieren bedeutet, ihn zu probieren und sein Aroma und seinen Duft ganz in sich aufzunehmen. Es handelt sich dabei um eine spezielle Technik, bei der es um sehen, schmecken und riechen geht.
Auch der Schraubverschluss ist eine gute Alternative zum Naturkorken. Leider wissen die wenigsten Menschen den Schraubverschluss beim Wein zu schätzen. Er zeichnet sich vor allem durch seine überaus billige Produktion aus, weshalb er besonders gerne für den Vertrieb von Billigweinen eingesetzt wird. Deshalb gehen viele Menschen davon aus, dass Schraubverschlüsse automatisch einen qualitativ minderwertigen Wein kennzeichnen. Aus genau diesem Grund gibt es nicht gerade viele Winzer, die es sich trauen, ihre Weine mit Schraubverschlüssen auszustatten.
Vor allem österreichische Winzer nutzen für den Verschluss ihrer Weinflaschen gelegentlich auch Kronkorken, die die Flasche ebenfalls luftdicht verschließen. Dies ist zwar grundsätzlich eine gute Alternative zu Korken, denn auch hier ist das Risiko von Weinfehlern minimiert. Allerdings lehnen viele Weinliebhaber den Kronkorken aus ästhetischen Gründen ab, da er eher mit Bier denn mit edlen Weinen in Verbindung gebracht wird.
Naturkorken: Der Naturkorken wird aus der Korkeiche, genauer aus ihrer Rinde, produziert. Häufig werden Naturkorken speziell beschichtet, um sie dichter zu machen. Hierfür kommen beispielsweise Silikon-Kautschuk-Verbindungen zum Einsatz. Ein Nachteil am Naturkorken ist, dass er im Laufe der Zeit oft kaputt geht, da er spröde werden kann. Zudem sind Naturkorken sehr teuer, da sie nicht künstlich hergestellt werden können, sondern auf natürliche Weise wachsen müssen.
Presskorken: Ein Presskorken wird aus einem Korkgranulat hergestellt und ist damit nicht wie ein Naturkorken an einem Stück. Der Zusammenhalt des Granulats wird mit Harz gesichert. Dieses steht allerdings im Verdacht, den Weingeschmack zu verfälschen. Deshalb wurden so genannte Verbundkorken geschaffen. Sie sind oben und unten mit einer Scheibe aus Naturkork erweitert. Beide Varianten sind auf jeden Fall wesentlich günstiger als Naturkorken.
Kunststoffkorken: Eine gute Alternative zu Kork- oder Presskorken sind Kunststoffkorken. Sie bestehen aus Gummi oder Polyethylen und sind in verschiedenen Farben erhältlich. In Wein ist Schwefeldioxid enthalten, das ihn teilweise über Jahre hinweg lagerfähig macht. Kunststoffkorken haben den Nachteil, dass sie dieses Schwefeldioxid schneller abbauen und daher auch die Haltbarkeit des Weines leidet. Dennoch sind Kunststoffkorken den anderen Korkvarianten klar vorzuziehen, da keine durch Korken verursachten Weinfehler vorkommen können.
Der Klassiker für den Weinverschluss ist natürlich nach wie vor der Korken. Viele Menschen verbinden Weine mit Korken automatisch mit einer hohen Qualität, zumal Experten davon ausgehen, dass ein Wein zur Reifung ein wenig Luft benötigt, die in geringen Mengen durch den Korken in die Flasche gelangen kann. Problematisch ist am Korken allerdings, dass er so genannte Korkschmecker verursacht. Dies bedeutet, dass der Wein schlecht schmeckt. Er nimmt einen modrigen, holzigen Geschmack an.
Korken scheinen auf den ersten Blick das Non-plus-ultra des Weinflaschenverschlusses zu sein. Doch der Schein trügt, denn Korken sind nicht nur teuer, sondern können auch zu verpönten Weinfehlern führen. Mögliche Alternativen sind auch Kronkorken und Schraubverschlüsse.
Verschlüsse für Weinflaschen
Verschlüsse für WeinflaschenÜber die verschiedenen Verschlüsse für Weinflaschen ranken sich bei den Verbrauchern viele Mythen und die wenigsten haben tatsächlich eine Ahnung davon, welche am besten geeignet sind, um dem Wein einerseits das Reifen zu ermöglichen und ihn aber andererseits auch für längere Zeit haltbar zu machen.
Wenn Sie Rotwein haben, der zu kalt ist, können Sie ihn durch das so genannte Chambrieren auf Trinktemperatur bringen. Hierzu wird er in angewärmtes Wasser gelegt oder gestellt. Dies kann entweder noch in der Flasche oder umgefüllt in eine Dekantierkaraffe geschehen.
Sollten Sie Weißwein schnell auf eine niedrige Temperatur bringen wollen, können Sie hierfür eine Kühlmanschette verwenden, die wie ein Eisbeutel im Kühlfach gelagert wird, bis sie benötigt wird. Wenn Sie keine solche Manschette zur Verfügung haben, tut es auch ein mit Eis gefüllter Sektkübel.
Welche Temperatur ein Wein hat, können Sie am einfachsten mit einem Weinthermometer überprüfen. Wenn Sie ein ganz normales Thermometer mit Glaskolben verwenden, stecken Sie diesen in die Flasche und lesen die Temperatur ab. Dies funktioniert aber naturgemäß nur, wenn die Flasche bereits geöffnet und voll ist. Wenn Sie die Temperatur auch bei geschlossener oder halbvoller Flasche überprüfen wollen, benötigen Sie dazu eine Manschette. Diese kann die Temperatur von außen messen, wenn auch ein wenig ungenauer als ein herkömmliches Thermometer.
Weißweine, Roséweine und süße Weine werden grundsätzlich gut gekühlt getrunken. Je niedriger die Temperatur, desto mehr wird auch der Geschmack eingeschränkt.
Halbtrockene Weine werden bei einer Temperatur von 12°C bis 14°C getrunken. Optimalerweise sollte die Temperatur für Weißwein niemals mehr als 14°C betragen. 12°C sind optimal für würzige und aromatische Weißweinsorten, die eine gewisse Reife erlangt haben. Portwein, Sherry und andere Süßweine werden auf eine Temperatur von 10°C bis 12°C herunter gekühlt. Trockener Weißwein und leichte Sorten werden auf 9°C bis 11°C temperiert. Jugendliche, leichte Sorten sind bei 8°C und 10°C am wohlschmeckendsten. Nur Likörweine und besonders süße Weine sollten noch kühler getrunken werden.
Wenn man von Zimmertemperatur spricht, sollte man nicht an unsere heutigen Raumtemperaturen denken. Früher waren etliche Grad weniger üblich, weshalb auch diese Regel so nicht mehr angewendet werden kann. Tatsächlich sollten Sie heutzutage auch Rotwein kühlen – nur nicht so stark wie Weißwein.
Je wärmer Sie Rotwein servieren, desto besser kommen die Aromastoffe zum Vorschein. Wird die Temperatur jedoch zu warm, kann sich der Rotwein in der Nase aber auch unangenehm anfühlen, nicht zuletzt weil der Alkohol stärker verdampft.
Die perfekte Trinktemperatur für die meisten Rotweine beträgt 15°C bis 18°C, da sie hier ihr Aroma voll entfalten. Bei 14°C bis 16°C können Sie leichte Rotweine mit einem geringen Tanningehalt servieren. Fruchtige Rotweine können bei 12°C bis 13°C getrunken werden. Temperaturen darunter sind für Rotwein nicht geeignet, da sich der eigentliche Geschmack des Weins nicht entfalten kann. Auch Temperaturen über 20°C sollten Sie vermeiden, denn der Wein riecht dann stark und stellt beim Trinken keinen Genuss mehr dar.
Wein lässt sich am besten genießen, wenn er genau die richtige Trinktemperatur hat. Diese variiert von Weinsorte zu Weinsorte. Mit einem Thermometer können Sie die Weintemperatur feststellen, um sie anschließend für den wahren Trinkgenuss optimieren zu können.
Es kommen immer mehr Hilfsmittel auf den Markt, die dem Weinliebhaber helfen sollen. Dazu gehört unter anderem auch die Vakuumpumpe. Sie wird auf den Flaschenhals aufgesetzt und angeschaltet. Sie entzieht der Flasche dann den kompletten Sauerstoff, der enthalten ist. Mittels eines speziellen Verschluss wird die Flasche dann luftdicht verschlossen, sodass die Flasche sauerstofffrei bleibt. Der Wein kann so unter Umständen einige Tage länger halten. Die Funktion dieser Vakuumpumpen ist unter Weinexperten jedoch umstritten. Studien wollen bewiesen haben, dass die Wirkung kaum vorhanden ist und dass die Pumpenarbeit dem Wein sogar noch zusätzlich Aroma entziehen.
Es gibt auch Geräte, die ähnlich wie Vakuumpumpen funktionieren, allerdings der Flasche nicht nur den gesamten Sauerstoff entziehen, sondern eben auch durch ein spezielles Gasgemisch ersetzen. So kann die Oxidation aufgehalten werden. Allerdings sind diese Geräte sehr teuer und deshalb für den privaten Gebrauch kaum zu empfehlen.
Es gibt zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, wie Sie eine Weinflasche verschließen können. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Verschluss luftdicht ist. Sie können beispielsweise einfach den Korken wieder verwenden, der bereits vorher in der Flasche gesteckt hat. Wenn es sich um einen Schraubverschluss handelt, ist dieser ohnehin luftdicht. Es gibt jedoch auch extra Verschlüsse, die häufig in Weinsets enthalten sind.
Sie sollten auch darauf achten, dass in der Flasche möglichst wenig Sauerstoff vorhanden ist. Wenn die Flasche bereits ziemlich leer ist, sollten Sie den Rest besser in eine kleinere Flasche umfüllen. Verwenden Sie hierfür am besten einen Trichter, dessen Stutzen bis zum Boden der Flasche reicht. So vermeiden Sie, dass beim Umfüllen bereits eine Oxidation stattfindet.
Je mehr Luft in der Flasche vorhanden ist, desto schneller verdirbt der Wein. Einen Weißwein mit hoher Qualität können Sie richtig verschlossen bis zu mehrere Wochen aufbewahren. Weine von minderer Qualität halten sich so höchstens ein bis zwei Tage. Auch bei Rotwein sollten sie vorsichtig sein, denn er hält meist nicht länger als ein oder maximal zwei Tage. Nur junge Rotweine, die über einen hohen Säuregrad verfügen, können eventuell auch länger aufbewahrt werden.
Wenn Weinflaschen einmal geöffnet wurden, verliert der Inhalt zusehends an Aroma und Geschmack. Dies hängt mit der Reaktion mit Sauerstoff zusammen, die der Wein eingeht. Sie können dennoch mit einigen Tricks dafür sorgen, dass Ihnen der Wein wenigstens ein paar Tage erhalten bleibt.
Wenn Wein Sauerstoff ausgesetzt wird, kann dies schnell dazu führen, dass er seinen Duft und seinen Geschmack verliert. Dies liegt daran, dass der Wein mit dem Sauerstoff reagiert und eine Oxidation stattfindet. Dadurch werden die Gerbstoffe im Wein aktiviert und der Geschmack verändert sich. Problematisch sind diese Vorgänge natürlich dann, wenn Sie eine Flasche Wein nicht sofort leer trinken, sondern lieber ein paar Tage aufbewahren wollen. Mit ein paar Tricks können Sie dies aber trotzdem erreichen.