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Rebsorten für Rotweine

Weltweit gibt es viele hunderte Rebsorten, die sich ständig durch innovative Winzer oder Geschmacktrends ändern können. In Deutschland findet sich eine beeindruckende Rebsortenvielfalt - diese reicht von A wie "Albalonga" bis Z wie "Zweigeltrebe". Unzählige Arten und Kreuzungen werden angepflanzt, große Marktbedeutung besitzen aber etwa nur 10%. Für die Erzeugung von Qualitäts- und Prädikatsweinen sind in den verschiedenen Wein-Ländern unterschiedliche Rebsorten zugelassen.

Es ist erstaunlich wie viele unterschiedlichste Rebsorten existieren. Die meisten davon sind keine durch moderne Kreuzzüchtungen entstandene Sorten - Vielmehr handelt es sich um Reben, die aus einer Selektion vor Ort, durch Anpassung an das jeweilige Terroir entstanden sind.

Hier finden Sie einen Auszug und Beschreibung der wichtigsten Rebsorten in Deutschland:

Rebsorten für Rotweine

Rebsorte - DOMINA

Die Rebsorte Domina ist sehr tanninhaltig und stark säurebetont. Dennoch wird durch verschiedene fruchtige Noten ein vollmundiger und runder Wein gewonnen. Der Domina-Wein wird hauptsächlich in Franken angebaut.
BUKETT
Bei der Verkostung eines Domina-Weines wird mit man mit einem kräftigen Bukett konfrontiert. Die Säure ist feinrassig, bleibt aber dennoch mild im Hintergrund. Der Wein lässt die Duftnoten von Waldbeeren oder Sauerkirschen erkennen.
GESCHMACK
Die Rebsorte Domina begeistert durch seinen extraktreichen und kräftigen Geschmack. Die Säure tritt bei diesem vollmundigen Wein gerne in den Vordergrund. Da jedoch auch der Tanningehalt bisweilen recht hoch ist, empfiehlt es sich, diese Weinsorte zunächst noch einige Zeit nachreifen zu lassen, am besten im Fass. Dadurch erhält er einen runderen Geschmack und überzeugt durch seine Vollmundigkeit.
BESCHREIBUNG
Bei der Domina handelt es sich um eine Kreuzung aus dem Spätburgunder und dem Blauen Portugieser. Sie wurde 1927 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof durch Peter Morio entdeckt und 1950 noch einmal nachbehandelt. Die Rebsorte Domina wird vorrangig in Deutschland angebaut. Hierbei entfallen etwa 85 Prozent der Anbaufläche auf Franken.
PASST ZU
Der Domina-Wein wird gerne zu Gerichten gereicht, die mit dunklen Saucen serviert werden. Deshalb bietet er sich besonders für Wild- und Rindfleischgerichte an. Aber auch zu Pasta und Pizza passt die Rebsorte Domina hervorragend.

Rebsorte - Dornfelder

Der Dornfelder war ursprünglich nur als Verschnittwein gedacht, hat sich jedoch inzwischen in verschiedenen Qualitätsstufen auch als gängiger Rotwein etabliert. Die hervorstechenden Fruchtaromen machen ihn unverwechselbar.
BUKETT
Der Dornfelder verfügt nur über eine milde Säure, ist jedoch ein sehr körperreicher Wein. Beim Schwenken des Glases verströmt er feine Waldbeeren-Aromen. Je nach Anbaugebiet lassen sich auch Johannisbeeren, Kirschen, Sauerkirschen, Holunder oder auch Brombeeren riechen.
GESCHMACK
Der Dornfelder bringt meist trockene bis halbtrockene Weine hervor. Er kann auf wie verschiedene Arten ausgebaut werden. Teilweise wird der Dornfelder noch in jungem Alter vermarktet. Diese Variante konzentriert sich auf die starken Fruchtaromen, die dann auch deutlich zu schmecken sind. Wenn er dagegen im Barrique-Fass gelagert wird, erreicht er eine hohe Lagerfähigkeit. Die Gerbstoffe haben mehr Zeit, sich zu entwickeln, wodurch auch die Fruchtaromen nach und nach in den Hintergrund gedrängt werden; der Wein gewinnt an Struktur. Der Dornfelder schmeckt weich und geschmeidig und der harmonische Geschmack hält lange am Gaumen an.
BESCHREIBUNG
Der Dornfelder entstand 1955 durch eine Kreuzung von Heroldrebe und Helfensteiner, die an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg durchgeführt wurde. 1979 wurde die Sorte unter dem Namen Dornfelder geschützt. Ursprünglich war die Rebsorte als Verschnittpartner gedacht, was vor allem aus der besonders dunkelroten Farbe resultierte. Im Laufe der Jahre wurde er jedoch immer weiter ausgebaut und wird heute in mehreren Qualitätsstufen gekeltert. Der Dornfelder wird vorrangig in Deutschland angebaut, kleinere Anbaugebiete gibt es jedoch auch in der Schweiz. Die deutschen Hauptanbaugebiete liegen in der Pfalz und in Rheinhessen. Der Dornfelder ist die zweitwichtigste Rotweinrebsorte in Deutschland.
PASST ZU
Aufgrund seines kräftigen Aromas passt der Dornfelder hervorragend zu deftigen Gerichten wie Wild oder Braten. Auch zu aromatischem Käse schmeckt er sehr gut. 



Rebsorte - Lemberger (Blaufränkisch)

Der Lemberger ist würzig und fruchtig zugleich – eine aufregende Kombination, die ihn zu einem begehrten Tropfen macht. Der Wein passt besonders gut zu deftigen und kräftigen Speisen.
BUKETT
Das Bukett des Lembergers ist einerseits durch eine würzige Note geprägt, andererseits durch zahlreiche fruchtige Komponenten. In den würzigen Düften lassen sich die Aromen von Nelken und auch Pfeffer wiederfinden. Für die Fruchtigkeit sorgen die Aromen von reifen Schwarzkirschen, Johannisbeeren, Pflaumen, Holunder, Stachelbeeren, Zwetschgen und Brombeeren.
GESCHMACK
Die jüngeren Weine des Lembergers überzeugen durch ihre Fruchtigkeit und schmecken angenehm leicht. Die Spätlese ist durch einen hohen Anteil an Tannin und Extrakten gekennzeichnet. Der hohe Gerbstoffgehalt sorgt dafür, dass der Lemberger lange gelagert werden kann. Aus Lemberger wird eher selten auch Sekt hergestellt, weshalb dieser besonders begehrt ist.
BESCHREIBUNG
Die Rebsorte Lemberger tauchte erstmals im 18. Jahrhundert auf und wurde damals in Österreich angebaut. Die Lemberger-Weine sind sehr fruchtig und eignen sich daher hervorragend als Verschnittpartner, beispielsweise für Trollinger, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder. In Deutschland liegt das Hauptanbaugebiet in Württemberg. Die anderen Weinregionen beteiligen sich nur sehr marginal oder gar nicht am Anbau des Lembergers. Wesentlich mehr Anbaufläche ist in Österreich für den Lemberger reserviert. Hier konzentriert sich der Anbau auf die Weinregionen Neusiedlersee, Neusiedlersee-Hügelland und Mittelburgenland.
PASST ZU
Frühe Lemberger-Weine werden gerne zur deftigen Brotzeit und zum Barbecue getrunken. Die eher tanninreiche Variante passt dagegen zu Wild- und Hausgeflügel, Braten aus dunklen Fleischsorten und aromatischen Käsesorten. 

Rebsorte - Portugieser

Der Portugieser wird gerne als Weißherbst verarbeitet und als Sommerwein serviert. Die fruchtigen Nuancen sorgen für einen milden Wein, der gerne kühl temperiert wird und somit sehr erfrischend wirkt.
BUKETT
Der Portugieser hat einen milden und fruchtigen Duft und lässt im Bukett beerige Nuancen von Erdbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen oder Himbeeren erkennen. Auch eine pfeffrige Note kann bisweilen gerochen werden.
GESCHMACK
Der Portugieser schmeckt sehr vollmundig und ist ein süffiger Schoppenwein. Der Tanninanteil ist relativ niedrig, weshalb er bereits im Frühjahr gut getrunken werden kann. Der Portugieser wird häufig bei niedrigeren Temperaturen genossen, was ihn beinahe erfrischend wirken lässt. Der Weißherbst des Portugiesers wird gerne als Sommerwein serviert.
BESCHREIBUNG
Man vermutet, dass der Portugieser im 18. Jahrhundert von Portugal nach Österreich gebracht wurde. In Deutschland verbreitete sich die Rebsorte etwa ab 1840. Da der Portugieser jedoch heute in Portugal nicht angebaut wird, geht man inzwischen davon aus, dass die Wurzeln des Weines eventuell auch in Österreich liegen könnten. In Deutschland handelt es sich beim Portugieser um die dritthäufigste Rebsorte auf Seiten der Rotweine. Die größten Anbaugebiete finden sich in der Pfalz und in Rheinhessen. In Österreich ist er vor allem im Weinviertel verbreitet. Der Portugieser wird außerdem in Frankreich, Ungarn und Kroatien angebaut.
PASST ZU
Trockener Portugieser kann zu dunklem Fleisch wie Wild- oder Rindfleischgerichten serviert werden und auch zu italienischen Gerichten passt er hervorragend. Halbtrockener Portugieser wird gerne zu mediterranen Gerichten und zu Geschmortem gereicht. Der Weißherbst dagegen passt zu Schweinefleisch, Geflügel oder aromatischem Käse. 

Rebsorte - Regent

Der Regent ist ein vielseitiger Wein, der bisweilen mit südländischen Nuancen aufwarten kann. Die äußerst widerstandsfähige Rebsorte überzeugt durch seine starke, tiefrote Farbe und die moderate Säure.
BUKETT
Der Regent lässt Experten bei seinem Bukett an andere bekannte Rebsorten denken. Besonders die leichten Aromen von Beeren, vor allem Kirschen, Cassis und Johannisbeeren, lassen den Regent gut duften.
GESCHMACK
Der Regent ähnelt in seinem Geschmack den südländischen Weinen. Der Wein ist sehr gehaltvoll und verfügt über eine moderate Säure. Es können daher auch milde Rotweine ausgebaut werden. Der Regent lässt seinen Tanningehalt durchaus durchblicken. Er kann bereits früh getrunken werden.
BESCHREIBUNG
Der Regent entstand 1967 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Eine Kreuzung aus Silvaner und Müller-Thurgau, die als „Diana“ bezeichnet wird, wurde erneut mit der Rebsorte Chambourcin gekreuzt. Erst 1995 wurde die Sorte in Deutschland zugelassen. Zunächst erhoffte man sich von der Kreuzung eine Rebsorte, die gegen Pilzbefall immun ist. Dies konnte zwar nicht realisiert werden, allerdings ist sie sehr widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten. Aufgrund seiner hervorragenden Qualität und seiner hervorstechenden Farbstärke wird der Regent auch gerne als Verschnittpartner eingesetzt. In Deutschland nimmt der Regent etwa zwei Prozent der Anbaufläche ein und spielt somit im deutschen Weinbau eine eher untergeordnete Rolle. Die größten Vorkommen befinden sich in Rheinhessen, in der Pfalz und in Baden.
PASST ZU
Der Regent passt zu allen Fleischgerichten mit dunklen Fleischsorten und Saucen, besonders zu Lamm, Rindfleisch und Wild. Auch zu einer deftigen Brotzeit mit Salami und Bergkäse ist er gern gesehen. 

Rebsorte - Sankt Laurent

Der Sankt Laurent wird relativ lange gelagert, damit ein vollmundiger Wein erreicht wird. Die fruchtigen Noten sorgen dafür, dass diese Weinsorte perfekt zu Wild- und Rindfleischgerichten passt. 
BUKETT
Das Bukett des Sankt Laurent mutet fruchtig an und lässt feine Duftnoten der Kirsche und von Holunderbeeren durchblicken.
GESCHMACK
Der Sankt Laurent ist mit einem relativ hohen Alkoholgehalt versehen und ist sehr extrakthaltig. Wenn er jung hergestellt wird, verfügt er über eine starke Säure und schmeckt eher herb. Er wird daher gewöhnlich länger gelagert, bevor er serviert wird. Wenn er ein gewisses Alter erreicht hat, treten die Gerbstoffe in den Hintergrund und der Wein schmeckt besonders vollmundig und fühlt sich am Gaumen samtig an. Versuche, den Sankt Laurent süß auszubauen, führen meist dazu, dass der Wein langweilig schmeckt.
BESCHREIBUNG
Der Sankt Laurent entspringt der Burgunderfamilie und stammt ursprünglich aus dem Elsass. Erst vor wenigen Jahren konnte diese Vermutung bestätigt werden. Es handelt sich dabei um eine Variante des Pinots. In Deutschland spielt der Sankt Laurent in Anbetracht der Anbaufläche eine eher untergeordnete Rolle. Die größten Erträge erreichen die Pfalz und Rheinhessen; alle anderen Weinanbaugebiete sind eher mit marginalen Rebflächen vertreten. Mehr Bedeutung hat der Sankt Laurent in Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei.
PASST ZU
Der Sankt Laurent wird gerne zu dunklen Fleischgerichten mit Wild und Rindfleisch gereicht, besonders wenn sie mit aromatischen Saucen serviert werden. Auch eine deftige Brotzeit mit kräftigem Käse, Salami und Schinken lässt sich mit einem Gläschen Sankt Laurent aufpeppen.

Rebsorte - Sschwarzriesling (Müllerrebe)

Der Schwarzriesling zeigt Ähnlichkeiten zum Spätburgunder und überzeugt durch seine fruchtigen Aromen. Er ist sehr vielseitig und wird in verschiedenen Qualitätsstufen ausgebaut, sodass sich zu zahlreichen Gerichten ein passender Schwarzriesling findet.
BUKETT
Der Schwarzriesling kommt mit einem weichen Bukett daher, das durch fruchtige Aromen verfeinert ist. So lässt sich besonders das Aroma von Sauerkirschen feststellen. Je nach Anbaugebiet können aber auch Röstaromen vorkommen.
GESCHMACK
Der Schwarzriesling ist in seinem Geschmack dem Spätburgunder nicht gerade unähnlich. Beide besitzen eine hohe Fruchtigkeit und fruchtige Aromen. Der Großteil der Schwarzriesling-Ernte wird zu trockenen Weinen ausgebaut. Allerdings werden auch süßere Arten hergestellt. Die meisten Schwarzrieslinge werden als Qualitätsweine angeboten, aber auch Spätlesen und Kabinettweine sind in begrenzter Menge vorhanden.
BESCHREIBUNG
Der Schwarzriesling wurde bereits im 16. Jahrhundert angebaut und geht auf den Blauen Spätburgunder zurück. Der Name ist ein wenig irreführend, da die Rebsorte mit dem Weißwein Riesling lediglich die Traubenform gemeinsam hat. Etwas über zwei Prozent der deutschen Rebfläche werden für den Anbau des Schwarzrieslings genutzt. Vorrangig spielt sich dies in Württemberg und in geringerem Maße in Baden und in der Pfalz ab. Weitere wichtige Anbauländer für den Schwarzriesling sind Frankreich, Australien und Kalifornien.
PASST ZU
Wird der Schwarzriesling als Sommerwein getrunken, passt er am besten zu Salaten und Nudelgerichten. Der reife Schwarzriesling passt eher zu Gerichten mit dunklen Fleischsorten oder zu Käsesorten mit einem würzigen Aroma. Der Weißherbst der Rebsorte passt am besten als Vorspeisenwein.

Rebsorte - Spätburgunder

Der Spätburgunder bringt in Deutschland zahlreiche Spitzenweine hervor, die auch international ein hohes Ansehen genießen. Durch seinen niedrigen Anteil an Gerbstoffen und die angenehme Fruchtigkeit passt dieser Wein zu zahlreichen Gerichten.
BUKETT
Der Spätburgunder begeistert durch seine angenehme Fruchtigkeit. Es lassen sich bisweilen Duftnoten von Erdbeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren oder Kirschen ausmachen. Besonders bei jungen Weinen trifft dies besonders stark zu. Auch Nuancen von Bittermandel und Mandel sind des Öfteren vorhanden.
GESCHMACK
Der Spätburgunder ist durch einen geringen Anteil an Gerbstoffen und seine Fruchtigkeit gekennzeichnet. Dennoch ist die Säure nur sehr fein und unterschwellig wahrzunehmen. Je jünger der Wein ist, desto besser kommen die fruchtigen Noten zur Geltung. Aus dem Spätburgunder werden vor allem trockene Rotweine hergestellt, die am Gaumen eine leichte Restsüße hinterlassen. Aber auch Sekte und leichte Roséweine werden mit dieser Rebsorte produziert. Spitzenweine der Spätburgunderrebe gewinnen unter Umständen durch eine lange Lagerung an Aroma. Die meisten Weine dieser Sorte werden durch die Lagerung allerdings nicht besser.
BESCHREIBUNG
Der Spätburgunder stammt aus Frankreich und geht vermutlich auf eine Wildrebe zurück. In Deutschland wird diese Rebsorte bereits seit dem Jahr 884 angebaut und wurde anfänglich Clevner genannt. In Deutschland nimmt der Spätburgunder etwas mehr als ein Zehntel der gesamten Anbaufläche ein. Das wichtigste Anbaugebiet ist Baden, aber auch in der Pfalz, in Württemberg und in Rheinhessen gibt es beachtliche Anbauflächen für den Spätburgunder. Hier finden sich einige absolute Spitzenweine von internationalem Ansehen. Neben Frankreich und Deutschland wird der Spätburgunder in nennenswertem Umfang auch in der Schweiz, in Italien, in Kalifornien, in Australien und in Neuseeland angeboten.
PASST ZU
Der Spätburgunder passt hervorragend zu Wildgerichten oder Braten. Auch zu Käseplatten wird er gerne serviert. Der Weißherbst des Spätburgunders wird auch zu hellem Fleisch und leichten Vorspeisen genossen.


Rebsorte - Trollinger

Obwohl der Trollinger hauptsächlich als Verschnittwein genutzt wird, ist er auch als Trinkwein gerne gesehen. Sein bodenständiger Geschmack und sein feinblumiges Bukett machen die rote Rebsorte zu einer leichten und bekömmlichen Weinvariante.
BUKETT
Der Trollinger kommt mit einem feinblumigen Bukett daher. Dieses wird teilweise durch ein hintergründiges Muskataroma oder auch den Duft von Wildkirschen und Johannisbeeren verfeinert. Auch ein Mandelton kann gelegentlich ausgemacht werden.
GESCHMACK
Der Trollinger wird nur selten als Prädikatswein produziert. Er ist vielmehr ein typischer Trinkwein, der durch seinen frischen Geschmack zu überzeugen weiß. Beim Trinken bleibt am Gaumen eine leichte Restsüße zurück. So wird er zu einem bodenständigen Trinkwein, der von den meisten Genießern als sehr süffig empfunden wird.
BESCHREIBUNG
Man geht davon aus, dass der Trollinger ursprünglich aus Südtirol stammt und vom Wort „Tirolinger“ abgeleitet wurde. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass diese rote Rebsorte auf dem Südtiroler Vernatsch basiert. Die Hauptanbaugebiete befinden sich heute im italienischen Südtirol und im deutschen Württemberg. Der Trollinger wird hauptsächlich als Verschnittwein benutzt, wobei vor allem Kombinationen mit Lemberger entstehen. Als Prädikatswein ist der Trollinger kaum erhältlich. Er erlangt gewöhnlich innerhalb des ersten Jahres Trinkreife. Er sollte dann auch zeitnah genossen werden, da er – einmal in der Flasche abgefüllt – eher an Qualität verliert, denn gewinnt.
PASST ZU
Der Trollinger wird gerne zu Geflügelgerichten gereicht. Auch zu einer deftigen Brotzeit, die am besten mit leichtem Käse kombiniert ist, passt der Trollinger hervorragend. Der Trollinger ist jedoch auch ein typischer, süffiger Trinkwein. 

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